„Ich möchte nur noch mit guten Leuten zusammenarbeiten!“, habe ich mir vor ca. 6 Monaten gesagt. Gut im Sinne von aufrichtig, herzlich, ehrlich und lösungsorientiert. Menschen, die das tun, was sie sagen.
Egal in welchem Bereich meines Lebens. Ich bin es leid, Menschen mitschleppen zu müssen, die eigentlich alleine laufen können, es aber aus Faulheit nicht tun. Es ist keine schöne Tugend, sich in dem Früchtekorb der Arbeit anderer schön einzunisten. Faulheit kann auch heissen: Ich schaue meine Themen nicht an und lasse mein Umfeld für die Defizite, die daraus entstehen, arbeiten.
Nicht nur mir geht es so. Das Jahr 2026 steht für Feuer. Auf der einen Seite erlebten wir extreme Trockenheiten und Waldbrände bis weit in sehr nördliche Gebiete, auf der anderen Seite scheint es auch zwischenmenschlich zu kochen. Nicht nur in Kriegsgebieten schlägt die Feuerkraft um sich, sondern in jedem Teil unseres Lebens.
Das reinigt sich was
Feuer kann nicht nur verbrennen, sondern auch reinigen. Ich sehe es bei den normalen Menschen. Was schon seit Jahren unter der Oberfläche köchelt, bricht nun aus. Nicht um Erlaubnis fragend, sondern explosionsartig, weil es einfach raus muss. Die Menschen sind es leid, ständig unterdrückt, angelogen, zurückgehalten und ausgenutzt zu werden. Über die Politik müssen wir nicht reden. Ich spreche von ganz alltagsnahen Ebenen. Ebenen wie der Arbeit, der eigenen Familie und dem Freundeskreis. All das sind Systeme. Systeme, die eine natürliche Harmonie beinhalten müssen, weil sie sonst zu faulen beginnen und toxisch werden.
In der Schweiz gehen die psychischen Krankschreibungen und Fehltage gerade durch die Decke. Das kostet die Unternehmen natürlich viel Geld. Einige Firmen versuchen, den Arbeitsplatz angenehmer zu gestalten, um diesen Krankschreibungen entgegenzuwirken. Das funktioniert nur so weit, solange der Fehler nicht im System liegt. Du kannst einen PC mit Malware auch nicht besser machen, wenn du ihm einfach eine bessere Kühlung verpasst (ist als Metapher gemeint, ich bin kein Experte). Das Problem ist nicht die fehlende Kühlung, sondern die Malware, also das Schadprogramm im System.
Freundeskreise scheinen sich plötzlich zu lichten, weil plötzlich Themen im Raum stehen, die vorher noch nicht da waren. D. h., sie waren da, aber niemand wollte sie anschauen. Nun geht es nicht mehr anders, die Lunte hat Feuer gefangen.
Freundeskreise scheinen sich plötzlich zu lichten, weil plötzlich Themen im Raum stehen, die vorher noch nicht da waren. D. h., sie waren da, aber niemand wollte sie anschauen. Jetzt geht es nicht mehr anders, die Lunte hat Feuer gefangen. Im Schein des lodernden Lichtes bleibt nichts mehr verborgen. Die Psychologie steht da oft an, weil sie sehr selten systemisch denkt.
Da komme ich ins Spiel. Ich kann Systeme auslesen, wie ein Automechaniker es beim PKW mit seinem Diagnosegerät tut. Das ist mein Beruf. Deshalb kommen oft Menschen zu mir, die von ihrem Therapeuten aufgegeben wurden oder bei denen eine Therapie nichts gebracht hat. Das, was ich tue, ist weder Esoterik noch Hokuspokus. Ich benutze eine weiterentwickelte Form der systemischen Aufstellung und meine geschulte Medialität. Meine sehr entwickelte Mustererkennungsfähigkeit schreibe ich meinem Autismus zu; das ist ein Beispiel, wo sich meine Neurodivergenz (un“normaler“ Hirnaufbau und -funktion) für einmal auszahlt. Ungeordnete Menschenmengen kann ich nicht lange aushalten und Händeschütteln fällt mir schwer, aber dafür lese ich Menschen und Systeme mit Menschen (Arbeitsteam, Familie, Vereine etc.) wie Bücher. Mit sehr hoher Präzision.
Ein Beispiel: Ich konnte die Reaktion eines Kindes in der Klasse meiner Klientin aufgrund ihres Systems präzise vorhersagen, obwohl ich weder die Klasse, noch das Kind oder die andere Lehrerschaft jemals gesehen habe. Sie verhält sich nun sehr kooperativ mit meiner Klientin und abweisend gegenüber anderen Fachlehrern, die ihre Bedürfnisse nicht hinter dem sehen wollen, was sie ihnen zeigt. Der Schulpsychologe scheint auch ratlos zu sein, weil ihr Verhalten nicht in ein Diagnosemanual zu passen scheint. Eine solche psychologische Analyse mit unzähligen Abklärungen, Tests, Heilpädagogen und Elterngesprächen wird natürlich schnell sehr teuer. Alles nur, weil man nicht auf die energetische Ebene blicken will oder kann. Manchmal muss man einfach nur Eins und Eins zusammenzählen und mit etwas Logik kommt man schnell zu der Lösung, auch ohne Medialität. Psyche ist nicht gleich Seele, auch wenn das eine Wort das andere heisst. Der Psyche kann man in ihre natürliche Ordnung zurückhelfen. Die Seele dagegen, ist über der Ordnung.
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Nur noch gute Menschen
Weil ich nun nicht mehr bereit dazu bin, meine wertvolle Energie in Systeme mit Menschen zu stecken, die nicht heilen wollen, suche ich mir Menschen, die wirklich das Zeug dazu haben, sich zu entwickeln. Ich beobachte an mir selbst, wie ich immer klarer werde und die Spreu vom Weizen trennen kann. Das ist gut so. Mir ist alles andere, ehrlich gesagt zu blöd. Zu fade und immer wieder das gleiche Drama. Wie ein schlechter Film, der im Kino auf Dauerschleife läuft.
Die „guten“ Menschen erkenne nicht an einem kirchlichen Titel oder der Anzahl Sätze, die sie mit den Wörtern Licht oder Liebe ergänzen. Es sind meistens Menschen, die keine Kapazität dafür verschwenden, sich mit fremden Federn zu schmücken. An Dramen haben sie auch kein Interesse mehr. Zu beschäftigt sind sie damit, ihr Inneres zu leben und auf die Erde zu bringen. Eine kurze Info: Manifestieren funktioniert, wenn man es wirklich tut! Wenn du in deiner Lebenssituation nicht weisst wo anfangen, dann kann ich dir eine Sitzung mit mir wirklich wärmstens empfehlen. Ich kann dir beim Aufräumen helfen; eine Marie Kondo für dein System.
Eine kleine Übung zum Abschluss
Setz dich hin und atme dreimal tief durch. Zähle nach dem Ausatmen gedanklich bis drei und dann atme wieder ein. Tu das, was du brauchst, um bei dir anzukommen. Dann lasse Szenen der letzten Woche vor deinem inneren Auge Revue passieren. Überlege dir: Welche Situationen haben dir gut getan und nach welchen hast du dich leer und ausgelaugt gefühlt? Es können auch Situationen mit Freunden sein, die sich eigentlich gut anfühlen müssten, es aber manchmal nicht tun. Wähle eine besonders eindrückliche Situation aus und schreibe dir drei Dinge auf, wie du anders hättest reagieren können, damit es dir danach besser gegangen wäre.
Unter den Möglichkeiten gibt es immer eine beste Antwort. Diese beste Antwort kann das ganze System positiv beeinflussen und allen Beteiligten etwas geben. Je mehr du diese Übung machst und deine Methoden bei der nächsten Situation anwendest, die der gewählten sehr ähnlich ist, desto besser wirst du in zukünftigen Wiederholungen (und sie werden sich wiederholen) wissen, was dann zu sagen und zu tun ist.
👉🏻Wenn du diesen Blog gut findest und ähnlich empfindest wie ich, dann kannst du ihn gerne mit deinen Freunden teilen. Ich teile mit dir hier meine eigene Perspektive aufs Leben und seine Systeme. Ob sie nun richtig ist oder nicht, musst du selbst herausfinden, indem du in dich horchst, ob sie da etwas auslöst. Entweder bis bald am Telefon, vor Ort, per persönlichem Videocall oder im nächsten Blogbeitrag. Bis dann und gutes Ausmisten!
Quelle: Titelbild von Rinaldi Akbar auf Unsplash
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